Beschwerden & Anwendungsbereiche

Schwellungen – weniger Druck bewirkt mehr

Ein Bein, das gegen Abend spannt. Ein Arm, der nach dem Eingriff prall bleibt. Bei gestautem Gewebe wäre kräftiges Kneten der falsche Weg.

Wie ein Stau entsteht

Das Lymphsystem befördert Flüssigkeit aus dem Gewebe zurück in den Kreislauf. Anders als das Blut wird die Lymphe nicht von einer Pumpe bewegt, sondern von Muskelarbeit, Atmung und der Eigenbewegung der Gefässe. Fällt diese Unterstützung weg – bei langem Sitzen oder Stehen, nach Operationen, nach Verletzungen oder bei Hitze –, sammelt sich Flüssigkeit an. Die Haut spannt, das Körperteil wird schwer, Bewegungen fallen schwerer.

Therapeutischer Ansatz

Die Technik der Lymphdrainage

Gearbeitet wird mit sehr leichtem Druck in kreisenden, pumpenden und schöpfenden Bewegungen. Entscheidend ist die Reihenfolge: Zuerst die zentraleren Abflussbereiche, erst danach die geschwollene Region. Der Rhythmus bleibt über die ganze Sitzung konstant. Von unseren acht Methoden ist dies die einzige, die für diesen Zweck geeignet ist – Thai-Massage und Sportmassage wären bei Schwellungen ausdrücklich kontraproduktiv.

Hinweis

Bei akuter Thrombose, unbehandelter Herzschwäche, fieberhaften Infekten, akuten Entzündungen sowie bei plötzlich aufgetretenen, unklaren oder einseitigen Schwellungen wird nicht drainiert – hier ist zuerst eine ärztliche Abklärung nötig.

Häufige Fragen

Antworten zu den häufigsten Fragen rund um Lymphstau und Schwellung und therapeutische Massage.

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